Handelstipps: DAX-Konsolidierung traden

Der Dax-Index repräsentiert nicht zuletzt aufgrund der starken Unternehmen einen der interessantesten Anlageformen, sondern wird auch aktuell durch die unterstützende Geldpolitik in seinem Aufwärtstrend bestärkt. Doch Trends verlaufen ja bekanntlich nicht unendlich sondern in Phasen der Stärke und Schwäche.

Auch für den konservativen Trendfollower stellt sich die Frage nach dem richtigen Einstieg. Und wenn der frühe Einstieg verpasst wurde, wird man zunehmend unsicher über den weiteren Verlauf des Trends, denn am Hoch einzusteigen ist ebenfalls nicht empfehlenswert, zumindest wenn man keinen technischen Anhaltspunkt für die Absicherung findet.

In diesem Fall können Konsolidierungen, also Schwächephasen äußerst fördernd bei der Analyse und dem Entry sein. Darüber hinaus lassen sich Konsolidierungen entweder für das Trendfollowing oder das Rangetrading gut nutzen.

Trendfollowing mit Hilfe von Konsolidierungen

Beim Trendfollowing stellt sich der Händler die Frage, wie oben kurz dargestellt: Wann ist der rechtzeitige Einstieg? Eine Konsolidierung kann daher einen günstigen Kauf. Bzw. Verkaufspunkt anzeigen, entweder frei nach dem Motto: „Man nutzt einen günstigen Preis“ oder eben als technischer Break-Out, der mit hoher Wahrscheinlichkeit einen dynamischen Push initiiert und die Position sehr schnell „in the money“ bringt. Folgend daher zwei Beispiele aus der Praxis dazu (Screen 1):

Screen 1

Screen 1: 4-Stundenchart des DAX

  1. Schaut man sich das Chart des DAX-Index für die letzten Monate an, so erkennt man deutlich den technischen Aufwärtstrend von dem wir oben sprachen.
  2. Darüber hinaus wird auch die Konsolidierungsphase, die im letzten Monat stattfand sichtbar.

Wenn man nun den Aufwärtstrend weiter handeln möchte stellt sich für den Händler die Frage, ob er seinen Einstieg bei Break-Out wählt oder tiefer, nämlich an einer der Unterstützungen. In dem Fall ist es nicht ganz einfach, denn wie es aussieht stellte sich die Konsolidierung zunächst als eine bullische Flagge (rot) dar und anschließend kam eine mustergültige Seitwärtsrange zum Vorschein (grün).

In diesem Fall wäre es tatsächlich keine einfache Entscheidung. Ein Einstieg im Bereich des ersten Kreises würde einen günstigen Preis darstellen, allerdings nur dann wenn der Aufwärtstrend weiter ginge. Das tat er jedoch nicht. Statt dessen bildete sich die bullische Flagge aus. Ein Einstieg mittels Break-Out aus der Flagge würde daher einen besseren Anhaltspunkt über den weiteren Verlauf geben.

Und dieser kam tatsächlich, siehe zweiter Kreis. Auch der dynamische Push, wie oben kurz angedeutet, fand ebenfalls statt. Leider wurde dieser Push durch das Hoch im DAX-Future gestoppt, was jedoch um die Feiertage und den Quartalswechsel durchaus normal ist. Je nachdem welche Laufzeit gewählt wurde, konnte man auch auf der falschen Seite landen. Wer jedoch mittel-bis langfristig unterwegs ist, sollte seit dem Break-Out noch dabei sein und wieder „in the money“.

Rangetrading mit Hilfe von Konsolidierungen

Es gibt aber auch Trader, die Konsolidierungen nutzen, nur eben nicht für das Trendfollowing sondern für das Rangetrading. Sie handeln also die Konsolidierung selbst, indem sie darauf spekulieren, dass sich diese Phase fortsetzt.

Man muss dazu allerdings auch sagen, dass hierfür etwas mehr Fingerspitzengefühl von Nöten ist, als beim reinen Break-Out Trading. Das liegt daran, dass man nie wirklich einschätzen kann ob es eine längere oder eine kurze Konsolidierung ist. Und vor allem ist das ein kurzfristiger Ansatz. Je nachdem ob es sich um eine Flagge oder eine Seitwärtsrange handelt, gibt es zwei weitere Möglichkeiten eine Konsolidierung mit binären Optionen zu handeln.

  1. Kurzfristiger Trendhandel innerhalb der Range mit Call/Put- Optionen
  2. Range-Handel mit Range- oder Touch-Optionen

Im ersten Fall ist der Trick, der übrigens nicht ganz so leicht umzusetzen ist, konträr zu handeln. Dafür sollte man an einer der Unterstützungen oder Widerstände in die entgegengesetzte Richtung kaufen.

Schaut man sich nun das Chart unten an, so gibt es aufgrund der erst späten Bestätigung der Konsolidierung eigentlich nur wenige Entry-Möglichkeiten, wenn man sie mit einer Call- oder Put-Option handeln möchte (Kreise) (Screen 2).

Screen 2

Screen 2: 4-Stundenchart des DAX

Im zweiten Fall allerdings sieht es schon interessanter aus, denn der Händler hat hier noch mal mehrere Möglichkeiten. Er kann entweder darauf spekulieren, dass der Kurs innerhalb der Range bleibt oder, ob er die obere bzw. untere Begrenzung berührt.

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Für diese Art von Handel würde sich beispielsweise der Broker 24Option (Screen 3) eignen. Der Webauftritt auch in deutsch verfügbar und der positive Aspekt ist das breite Angebot an Optionstypen, die den Handel sowohl auf das Trendfollowing als auch innerhalb einer Range ermöglichen.

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Fazit

Die oben dargestellten Beispiele zeigen deutlich auf, dass die Chancen für den Handel in den einzelnen Märkten vorhanden sind, man muss meistens auch nicht lange suchen. Die Schwierigkeit besteht, wie so oft schon erwähnt, in der Analyse und der Anwendung der passenden Strategie zum aktuell vorherrschenden Marktumfeld. Auch das Handelsinstrument muss sorgsam gewählt werden.

Grundsätzlich sollte man sich für eine der Strategien entscheiden. Entweder man handelt Trends und daher überwiegend Break-Outs, die eine neue Bewegung initiieren. Oder aber man fokussiert sich auf den Handel innerhalb der Konsolidierung. Erfahrungsgemäß kann man sagen, dass Händler, die sich sowohl als auch positionieren, überfordert sind und die Tendenz zu Fehlentscheidungen steigt.

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