Handelstipp- USD/JPY und GBP/USD

Das Griechenland Drama geht in die nächste Runde, denn es konnte keine Einigung zwischen den Geldgebern und der griechischen Regierung gefunden werden. Mehr noch, haben die Geldgeber nun ihr Angebot für eine weitere Tranche Hilfsgelder zurück gezogen. Griechenland steht damit mit einem Fuß in der Zahlungsunfähigkeit.

Dementsprechend sind die Märkte aktuell sehr schwankungsbreit. Nachdem in der letzten Woche der deutsche Leitindex DAX an nur einem Tag 4 % gewinnen konnte, so fiel er zur Eröffnung am Montag mehr als 4 % zurück. Auch der Euro reagierte prompt und wertete ab, stabilisierte sich jedoch im Laufe des Tages wieder.

Es ist nicht einfach in diesem Umfeld empfehlenswerte Setups zu finden, denn die Markttechnik ist in solchen Situationen nur zweitrangig. Besonders Euro-Währungspaare und europäische Märkte sollten zunächst gemieden werden.

GBP/USD zeigt stabiles Verhalten

Im Gegensatz zu den Euro-Währungspaaren zeigt das britische Pfund gegen den US-Dollar stabiles Verhalten im Sinne Schwankungsbreite und lässt sich durch das Griechenland Drama nicht stark beeinflußen. Das britische Pfund befand sich bis zur letzten Woche in einem Aufwärtstrend, weil zum einen die konjunkturellen Daten besser als erwartet ausfielen als auch die Vermutung einer baldigen Zinsanhebung nahe liegt.

Zu dem Zeitpunkt stand allerdings noch nicht fest, dass das FED auch zwei Mal in diesem Jahr den Zins anheben könnte. Sollte also in Folge dessen der US-Dollar wieder stärker werden, so kann es gut möglich sein, dass das britische Pfund wieder nachgibt. Die Markttechnik kann dann genutzt werden um etwaige Trends zu identifizieren.

Der RSI-Indikator ist fallend und deutet auf Schwäche in dem bestehenden Trend auf Tagesbasis hin. Die nächste relevante Unterstützung ist der Bereich zwischen 1,5550-1,5480 US-Dollar je Euro. Sollte diese unterschritten werden, so wird der mittelfristige Abwärtstrend bestätigt. Weitere Verkäufe wären dann wahrscheinlich.

Screen 1

USD/JPY auf Wochenbasis

Der japanische Yen hat sich in den letzten Wochen gegen den US-Dollar stabilisieren können. Auf Wochenbasis korrigiert das Währungspaar USD/JPY aktuell an das Ausbruchsniveau. Entscheidend wird es zu sehen, ob der Kurs wieder in die Dreiecksrange fällt innerhalb derer er bis zum Ausbruch seit Dezember 2014 fluktuierte.

Es wären daher zwei Möglichkeiten denkbar. Das Währungspaar triggert das Ausbruchsniveau in einem Bereich bei 121,80 Yen je US-Dollar und wird dann gekauft. Es kann aber auch sein, dass es wieder in die Range fällt und damit einen neuen Schwächetrend bildet. Auf Wochenbasis ist der RSI-Indikator ebenfalls fallend und deutet auf Schwäche hin.

Screen 2

Es gibt einige Faktoren, die eher für Schwäche des US-Dollars gegen den Yen sprechen, also dass das Währungspaar wieder in die Range fällt. Das ist zum einen der Umstand, dass der Aufwärtstrend technisch bereits sehr weit fortgeschritten ist und die Bank of Japan an einem schwachen Yen nicht mehr sehr interessiert ist. Dagegen würde jedoch wie immer der starke US-Dollar sprechen. Alles in einem kann es sogar sein, dass das Währungspaar weiterhin schwach fluktuiert und eine neue Range bildet, womit sich andere Trading-Chancen auftun.

Screen 3

Fazit

In dem aktuellen Umfeld haben sich wahrscheinlich einige Trader die Finger verbrannt. Es wird deutlich, dass keine Positionierung auch eine Positionierung ist. Wer trotz politischer Börsen handeln möchte, sollte sich Werte suchen, die weniger von den Ereignissen beeinflusst sind und gewisse Stabilität im Sinne Schwankungsbreite aufweisen.

Aktienmärkte sind aktuell zumindest in Call-Richtung nicht zu empfehlen und auch hier sollte nach Stabilität geschaut werden. Rohstoffe zeigen keine interessanten Setups. Sowohl Öl als auch Metalle sind saisonal weniger gefragt im Moment.

Mit dem Broker OptionFair können Kunden aussuchen, ob sie binäre Optionen oder am Forex-Markt handeln, oder beides aus einer Handelsplattform heraus.

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