Handelstipp und Ausblick auf die Woche

Nachdem nun das Pfingstwochenende vorbei ist und viele der Börse am Montag geschlossen hatten, kehren die Marktteilnehmer am heutigen Dienstag zurück an die Handelsdesks. Es wird erwartet, dass nach dem langen Wochenende viel Aktivität stattfindet, den der Währungshandel, der über den Interbankenmarkt läuft und dadurch aktiv war, deutet darauf hin.

Das Währungspaar EUR/USD hat in der letzten Woche und gestern enorm nachgeben und die 1,10 US-Dollar je Euro wieder nach unter gebrochen. Das sollte als Schlussfolgerungen, abgesehen von anderen Risiken, den europäischen Aktienmarkt fördern, wonach es aktuell noch nicht aussieht, denn die europäischen Aktienmärkte wie der DAX, haben nach einer kurzen Aufwärtsphase wieder die südliche Richtung eingenommen. Welchen Grund das hat ist noch nicht ganz klar. Dennoch ein kurzer Ausblick auf die wichtigen Konjunkturdaten in dieser Woche für die EU und USA.

Dienstag:

  • US Auftragseingänge für Gebrauchsgüter für den Monat April
  • CB Verbrauchervertrauen für den Monat Mai
  • Verkäufe neuer Eigenheime

Donnerstag

  • US schwebende Wohnungsverkäufe

Freitag

  • US BIP Q1

Aus der EU stehen keine wirklichen Market-Mover an.

Welchen Effekt könnten die Daten auf die Märkte haben?

Zunächst einmal muss man bei US-Daten folgendes anmerken. Je schlechter die Daten ausfallen, desto schwächer sollte der US-Dollar werden und desto stärker werden die US-Aktienmärkte. Das hängt mit dem geldpolitischen Kurs des FED zusammen, denn je schlechter die Daten ausfallen, desto unwahrscheinlicher wird der baldige Zinsanstieg in den USA.

Die oben genannten Daten könnten in diesem Zusammenhang daher folgendermaßen gehandelt werden:

  • US-Auftragseingänge positiv (Wert ist besser als Erwartung (-0,4%))= EUR/USD Put

Das US-BIP stellt eines der wichtigsten Konjunkturdaten in dieser Woche, denn es ist die Revision des BIP-Wachstums im ersten Quartal. Es wird erwartet, dass das BIP weniger gewachsen ist, sogar ein Negativwachstum verzeichnete. Die Prognose liegt bei -0,8 %. Das BIP wuchs im Vorquartal um 0,2 % an.

  • US-BIP Q1 Negativwachstum höher als erwartet= EUR/USD Call

Markttechnische Zonen

Die Markttechnik macht deutlich, dass die Erwartungen an einen starken Euro nicht erfüllt werden konnten. Die EZB ist dem zuvorgekommen und schwächte den Euro durch die Ankündigung der Ausweitung des Anleiheaufkaufprogramms.

Die psychologisch wichtige Zone im Bereich von 1,10 US-Dollar je Euro wurde deutlich unterschritten. Damit wird ein Zurücklaufen in Richtung der 1,15 US-Dollar in den nächsten Tagen unwahrscheinlich. Als nächste wichtige Unterstützung gilt die untere Trendlinie, die die beiden Tiefs in den letzten beiden Monaten verbindet.

Wenn nun die heute veröffentlichten Auftragseingänge für die Gebrauchsgüter besser als erwartet ausfallen, könnte ein weiterer Push in Richtung dieser Trendlinie initiiert werden.

Fazit

Wirklich relevante Daten stehen diese Woche aus den USA mit den Auftragseingängen der Gebrauchsgüter, dem Immobilienmarkt in Form der Eigenheimverkäufe sowie der Revision des BIP-Wachstums in Q1. Dabei sollten negative Daten schlecht für den US-Dollar sein und eher positiv für US-Aktien, wobei US-Aktien im Moment sehr volatil sind und schwer zu handeln.

Screen 2

12-Stundenchart des EUR/USD

Die markttechnischen Setups, scheinen im EUR/USD klar nach unten zu zeigen. Die wichtige relevante Unterstützung liegt in Form der unteren Trendlinie vor, die die beiden letzten Tiefs verbindet. Das ist der Bereich bei 1,06 US-Dollar je Euro.

Dennoch sollte man weitere Risiken nicht vergessen, die besonders diese Woche wieder von Griechenland ausgehen dürften.

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