Handelstipp und Ausblick auf die Woche

Die letzte Woche war an Daten arm, jedoch überschattet von der Griechenlandkrise. Nachdem der DAX aufgrund der EZB- und FED- Aussagen nach oben geschossen ist, konnte er seinen Aufwärtstrend nicht halten und wurde im Zuge der Verhandlungen um Griechenland am Freitag wieder abverkauft.

Solche Risiken sind aktuell in den Märkten immer vorhanden, weshalb sich ein striktes Risiko-Management auszahlt. In dieser Woche dagegen haben wir eine Menge an Daten als auch die EZB-Pressekonferenz. Das bietet neben den weiter geführten Verhandlungen viele Katalysatoren für die Märkte.

Da man nicht so wirklich weiss, wie die Verhandlungen letztendlich ausgehen, ist der Tipp der meisten Börsenexperten sich zumindest bis dahin aus den Märkten raus zu halten. Wer dennoch etwas risikofreudiger ist, kann einige der Konjunkturdaten nutzen oder eben die EZB-Pressekonferenz um seine Entscheidungen zu treffen. Eine direkte Auswirkung wird sich wohl wie immer im Währungspaar EUR/USD zeigen.

EZB-Pressekonferenz

Die EZB-Pressekonferenz wird am Mittwoch um 14:30 stattfinden. Erwartet wird eine Bestätigung des aktuellen Kurses, also der weitere Aufkauf von Staatsanleihen. Das müsste generell die Marktteilnehmer dazu verleiten den Euro gegen den US-Dollar zu verkaufen, denn die Erwartungen an eine stabile Wirtschaft gehen mehr von den USA aus.

Der EUR/USD-Kurs hat die 1,10 US-Dollar je Euro wieder nach unten gebrochen und in den letzten Tagen erfolgte ein Retest, bei dem wie gewöhnlich neue Verkäufe stattfinden. Jedoch stockt der Abwärtstrend momentan bei 1,0930 US-Dollar je Euro, nachdem am Montag während der EU-Session der Euro stark gekauft wurde. Am Nachmittag, haben positive Einkaufsmanagerindizes aus den USA einen starken Abverkauf im Euro bewirkt.

Jedoch, stagnierte EU-Aktienmärkte pushen momentan den Euro nach oben. Gleich nach Börseneröffnung stieg der EUR/USD-Kurs wieder auf ein Level bei 1,10 US-Dollar. Hier befindet er sich nun an einer Wegscheide. Wird der Trend weiter fortgesetzt oder war der Absacker unter die 1,10 US-Dollar je Euro nur kurzfristiger Natur.

Screen 1

Screen 1: 12-Stundenchart des EUR/USD

Non-Farm Payrolls am Freitag und DAX

Abgesehen vom Griechenlandrisiko, sollten auch die wichtigen US-Arbeitsmarktdaten am Freitag weitere Impulse liefern. Nachdem sich im April bessere Daten als im März zeigten, werden auch diesmal bessere Daten erwartet. Die ADP Non-Farm Arbeitsplätze am Mittwoch sollten wie immer einen Vorgeschmack darauf geben.

Wichtig zu beobachten wären im Rahmen der Arbeitsmarktdaten die durchschnittlichen Stundenlöhne. Positive Daten sollten sich ebenso positiv auf den US-Dollar auswirken und damit den weiteren Abwärtstrend im EUR/USD bewirken und damit EU-Aktienmärkte.

Andererseits, sollte die Griechenlandkrise sich zuspitzen würden Aktienmärkte weiter fallen und womöglich der Euro weiter seitwärts tendieren. Eine Lösung in der Krise würde womöglich kurzfristige Käufe im Euro bewirken und ein Ansteigen des EUR/USD-Kurses, sowie der Aktienmärkte.

Besonders in den Aktienmärkten bestünde dann die Chance auf die Wiederaufnahme des Aufwärtstrends.

Screen 2

Screen 2: Tageschart des DAX

Fazit

Gerade solche Wochen wie aktuell sind sehr risikoreich für kurzfristige Trader, da Kurse sich äußerst volatil zeigen und eine Richtung nicht wirklich fest zu machen ist. Hilfreich in solchen Situationen ist es meist, den eigentlichen Trend sowie seine Einflussfaktoren im Blick zu behalten, um schnell reagieren zu können, wenn Risiken wieder vom Tisch sind.

Die wichtigsten fundamentalen Faktoren sind aktuell die anstehenden US-Daten, die auf weitere geldpolitische Maßnahmen hindeuten und damit die Kurse beeinflussen. Selbst wenn es um die Griechenlandkrise keine Lösung geben wird, so sollten zumindest diese Daten genug Impulse liefern, die eine fundamentale Richtung vorgeben. Dennoch ist Risikomanagement gerade in solchen Zeiten essentiell.

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