Handelstipp- Systematisches Trading im USDJPY

Der japanische Yen wird im Währungspaar USD/JPY gegen den US Dollar gehandelt. Das Währungspaar gehört neben den Paaren EUR/USD und GBP/USD zu den Majors, also den liquidesten Währungspaaren auf dem Kapitalmarkt.

Alle Währungspaare haben ihre Eigenheiten, die Profis im Laufe der Jahre kennenlernen. Diese Eigenheiten können sehr hilfreich sein, denn sie unterstützen am Ende die richtige Einschätzung und die Prognose. Im folgenden Fall wollen wir einen Trade vorstellen, für den es jedoch diese Kenntnisse nicht gebraucht hätte.

Analyse des Währungspaares USD/JPY

Der erste Schritt beginnt wie immer mit der Analyse des Tagescharts um sich ein Bild von der mittel-bis langfristigen Lage an diesem Markt zu machen. Da der Trade in der Vergangenheit liegt, blenden wir den aktuellen Kurs zwecks Veranschaulichung aus.

Screen 1

Screen 1: Tageschart des USD/JPY

Wir sehen einen Aufwärtstrend, der bereits sehr lange andauert und einen mittelfristigen Abwärtstrend, der sich innerhalb einer Range in Richtung der blauen, langen Aufwärtstrendlinie bewegt. Auch das lange nicht zu überwindende Hoch (rote horizontale Linie) wurde wieder nach unten gebrochen, was mit einem dynamischen Abverkauf einherging.

Nachdem diese Unterstützung gebrochen wurde, kam die untere Trendlinie (blau) ins Blickfeld der Analysten und Trader. Es war wahrscheinlich, dass diese Trendlinie zumindest kurzfristig halten würde. Wenn nicht, gäbe es womöglich einen weiteren dynamischen Abverkauf in Richtung der 200er Moving Average (rot).

Ein vorläufiger Plan hätte daher so aussehen können:

  1. Call-Option wenn Trendlinie hält
  2. Put-Option wenn Trendlinie nicht hält

Das sind jedoch nur zwei Möglichkeiten, und keine geplanten Trades. Denn ob die Trendlinie hält oder nicht, sagt noch lange nichts darüber aus, ob das Ganze auch nachhaltig genug ist. Für die Planung müssen wir daher weitere Parameter einbeziehen. Dazu schauen wir in das kurzfristigere 4-Stunden Chart.

Darüber hinaus wollen wir mit dem MACD- und dem RSI Indikator weitere Filterfaktoren mit einbeziehen. Die Indikatoren sollen uns eine Bestätigung für die Nachhaltigkeit der Bewegung liefern.

Screen 2

Screen 2: 4-Stundenchart des USD/JPY

Das 4-Stunden Chart zeigt uns noch mal eindringlicher wie dynamisch der Kurs an der unteren Trendlinie abgeprallt ist. Doch für uns gilt weiterhin: Ein Abpraller war zu erwarten, aber wie sicher ist der nachhaltige Anstieg? Den wollten wir uns durch mehrere Faktoren bestätigen lassen.

  1. Dynamischer Abpraller an der Trendlinie
  2. RSI Indikator steigt an und durchbricht die RSI Abwärtslinie
  3. MACD Histogramm befindet sich oberhalb der MACD Moving Average
  4. Der Widerstand (rote Linie), der ein wichtiges Hoch darstellte wurde nach oben hin wieder gebrochen.

Das sind schon eine Menge Parameter, die für eine Call-Option sprechen. Als erstes hat die Trendlinie als Unterstützung halten können. Kurz darauf hat auch der RSI Indikator einen dynamischen Anstieg angezeigt und nochmals den Abpraller bestätigt. Der Bruch der RSI Trendlinie war ein weiteres Indiz für anhaltende Stärke.

Auf dem Weg nach oben, befand sich allerdings immer noch der starke Widerstand. Für einen Trade wäre es sinnvoll gewesen abzuwarten ob dieser Widerstand nach oben gebrochen wird. Gleichzeitig sollte das Histogramm des MACD Indikators oberhalb der MACD Moving Average sein, was auch der Fall war (Pkt.3).

Nach Bruch des Widerstandes (Pkt.4), stand einer Call Option nicht mehr viel im Wege. Dabei hätte eine Laufzeit zwischen einem Tag und einer Woche ausgereicht um einen Gewinn einzustreichen. Wer den Trend weiterhin reiten wollte, hätte eine weitere Möglichkeit auch oberhalb der blauen Flagge bekommen. Allerdings wurde dieser Trade nicht mehr von dem MACD Indikator bestätigt.

Fazit- Eine einfache und effektive Strategie

Wie man sieht benötigt es nicht viel um solche Trades zu machen. Zwei Indikatoren und ein zuverlässiges technisches Setup haben gereicht. Der Trick dabei ist es solche Setups im vorhinein zu identifizieren und eine Strategie darauf aufzubauen.

Angefangen mit der Analyse der langfristigen Lage, können solche Setups sehr gut erkannt werden. Meist sind es nämlich sehr wichtige Widerstände und Unterstützungen, die zuverlässige Setups überhaupt ermöglichen.

Die kurzfristigere Sichtweise auf Basis des 4 Stunden Charts hat dabei geholfen, zum einen bestätigende Indikatoren anzuwenden und zum anderen den richtigen Kaufzeitpunkt zu identifizieren. Meist ist der richtige Zeitpunkt, ein leichtes Zurückkommen des Kurses an die Ausbruchsstelle, das aber im langfristigen Chart oft nicht erkennbar ist.

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