Handelstipp: S&P 500 Trading

Wenn man sich das langfristige Chart des US-Amerikanischen Leitindex S&P 500 anschaut, dann zeigt sich ein eindeutiges Bild. Auf Wochenbasis ist der Index seit 2011 in einem starken Aufwärtstrend. Daran erkennt man welche Auswirkungen eine expansive Geldpolitik haben kann, wenn sie nicht wie im Fall von europäischen Märkten durch andere politische oder geldpolitische Risiken beeinflußt wird.

Vor allem in dem Zeitraum zwischen Anfang 2013 bis etwa September 2014 war der Anstieg sehr dynamisch und steil, wenn auch durch normale Korrekturen begleitet. In diesem Zeitraum, hat das FED die Geldschleusen zum dritten Mal erweitert und das QE3 gestartet. Die Korrektur, die sich dann im September 2014 ereignete, war in Folge des geplanten QE-Endes abrupt und sehr stark ausgefallen. Erst verbale Interventionen im Oktober 2014 halfen dem Index wieder auf die Sprünge.

Diese Interventionen hielten jedoch nicht an und so fluktuiert der Index seit etwa Ende Dezember 2014 in einer Range hin und her, während die EU-Aktienmärkte aufgrund des QE-Programms der EZB weiter angestiegen sind. Der US-Amerikanische Aktienmarkt wird daher von den Unsicherheiten einer sich abschwächenden Konjunktur begleitet. Und da das FED bald steigende Zinsen angekündigt hat, schauen die Investoren um so skeptischer hin. Das zeigt sich dementsprechend im Index.

Was sagt das mittelfristige Chart des S&P 500?

Screen 1

Screen 1: Tageschart des S&P500

Schauen wir uns nun das Tageschart an, nachdem wir die letzten Jahre analysiert haben. Man erkennt die oben erwähnte Fluktuation des Index seit Dezember 2014 noch deutlicher, was auf die Unsicherheit der Investoren hinsichtlich der Konjunktur hindeutet.

Screen 2

Screen 2: Tageschart des S&P500

Worauf wir hinaus wollen ist folgendes: Nach eingehender Analyse der vergangenen Kurse und dem Vergleich zu heute, können gewisse Schlüsse gezogen werden. Was hat die Kurse in den letzten Jahren angetrieben? Ist die Stimulation aktuell nicht mehr da, so ist es nicht verwunderlich, dass die Märkte anfangen zu schwächeln.

Indem man seine Handelsstrategien an die aktuelle Lage anpasst, bleibt man flexibel und trifft zeitgemäß seine Entscheidungen. Am besten sieht man die Fluktuationen im S&P 500 seit Februar 2015. In dem Zeitraum davor (Dezember 2014 bis Februar 2015), hätte man das im vornherein nicht so gut einschätzen können. In den letzten 5 Monaten hat uns der Index allerdings mehrmals zu verstehen gegeben, dass er nicht weit nach oben aber auch nicht weit nach unten will.

Diese Fluktuationen hätte man sehr gut mit binären Optionen handeln können, indem man bei tiefen Kursen Calls und bei hohen Kursen Puts gekauft hätte. Das gute dabei ist, dass man hierbei keine genauen Einschätzungen hinsichtlich der Laufzeit hätte treffen müssen. Es hätte eine Laufzeit von einigen Tagen gereicht, denn so lange hat sich der Kurs selten unten bzw. oben gehalten.

Das Risiko um Griechenland hat allerdings auch Einfluß auf den US-Aktienmarkt sowie rückt die Zinsanhebung des FED immer näher. Der Index gab in Folge unter die Rangebegrenzung nach und passierte sogar leicht die 200er Moving Average. Sollte sich der Kurs in dieser Woche nicht stabilisieren und wieder einmal für ein paar Tage hoch laufen, so bestünde das Risiko eines Abfalls bis zur unteren Trendlinie, die auch im Wochenchart ersichtlich ist.

Fazit

Alles in einem soll dieser Tipp darstellen, dass die Analyse der vergangenen Kurse sehr viel darüber aussagen kann was aktuell passiert. Unter der Fülle an Informationen, die auf einen tagtäglich einprasseln, kann man alleine am Kurs ersichtlich machen, wie es um die Erwartungen und die konjunkturelle Lage in den USA bestellt ist. Es wird klar, dass der Aktienmarkt selbst als einer der besten Indikatoren für die Konjunktur gesehen werden kann.

Eine weitere Schlussfolgerung der Analyse ist die Anpassung der Handelsstrategie. Während man im Zeitraum zwischen 2013 und 2014 am besten nur langlaufende Calls gekauft hätte, so wäre man im Zeitraum zwischen Februar 2015 und heute, besser gefahren wenn man entweder Calls oder Puts jeweils nahe der Wendepunkte gekauft hätte.

Ein gutes Beispiel für die Anpassung von Strategien kann auch in den EU-Märkten angeführt werden. Das Risiko um Griechenland belastet die EU-Aktienmärkte, die aufgrund des QE-Programms normalerweise steigen sollten. In diesem Fall wäre es ebenfalls besser Intraday-Trading zu betreiben um das Overnight-Risiko auszuschalten. Mit dem Broker OptionTime sind solche Strategien allemal umsetzbar.
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