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Was sind die Pivot Points?

Futures-Händlern sind sie meist bekannt – die so genannten Pivot Points (zu Deutsch Pivot Punkte). Das Konzept der Pivot Points wurde an der Terminbörse in Chicago entwickelt und im Futures-Parketthandel eingesetzt. Mittlerweile wird es auf fast allen Finanzmärkten, zum Beispiel im Forex Markt oder beim Trading mit Binären Optionen angewendet.

Ein Dr. Bruce Gould entwickelter Preiszonenansatz bildet die eigentliche Grundlage der Pivot Points. Während die Berechnung von Preiszonen nach Gould auf die Kursentwicklungen der vorangegangenen zwei bis drei Jahre ausgerichtet war, geht es beim Konzept der Pivot Points um das Berechnen von Preiszonen im Tageschart auf der Basis der Vortageskurse. Dabei geht es darum, Kurspunkte zu definieren, die beim Intraday-Handel als potenzielle Widerstandslinien gelten können. Ein weiteres Ziel des Pivot Point Konzepts ist es, Kursniveaus als Unterstützungslinien zu ermitteln.

Das Prinzip des Konzepts ist recht einfach und auch beim Trading mit Binären Optionen anwendbar: wesentliche Kursmarken des vorhergehenden Handelstages bilden Referenzkurse für den aktuellen Handelstag. Diese Kurse werden als Einstiegspunkte für Trades verwendet.

Pivot Points: horizontale Unterstützungs- und Widerstandslinien

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Tageschart des Dax mit den eingezeichneten Tages-Pivot-Punkten

Pivot Points werden auf einem Kurs-Chart als horizontale Unterstützungs- und Widerstandslinien sichtbar gemacht. Für die für die Platzierung verwendeten Kurse bilden die Kursdaten der vorangegangenen Perioden die Berechnungsgrundlage. So basieren Tages-Pivot-Punkte immer auf den Daten des Vortags. Ihre Bedeutung besteht darin, dass sie die Kurse abbilden, die als Einstiegs- bzw. Ausstiegspunkte für Trades gelten. Da sie von vielen Finanzinstituten, Banken und Tradern genutzt werden, gelten sie als wichtige Unterstützungs- und Widerstandsniveaus.

Bevor Computer und Charts ein effektives Trading-Tool bildeten, ermittelten die Trader auf dem Handelsparkett die benötigten Kauf- und Verkaufsniveaus mithilfe der Daten des vorherigen Handelstags manuell. Pivot Points können für jeglichen Zeitrahmen verwendet werden. Am Verbreitesten sind Tages- und Wochen-Pivot-Points. Auch Monats-Pivot-Points sind keineswegs ungewöhnlich, wobei sie nur weniger oft genutzt werden.

Pivot-Punkte als Trading-Tool

Für das Trading ist es gut zu wissen, dass jedes Niveau von Pivot Points als Unterstützung oder Widerstand dienen kann. So stellt das Niveau R1 ein allgemein starkes Widerstandsniveau dar. Durchbricht der Kurs das Niveau handelt es sich ebenfalls um ein starkes Unterstützungsniveau. Jedes Pivot Point Niveau ist in der Lage, als Unterstützung oder Widerstand zu fungieren. Je mehr Pivots auf ein Niveau zusammenfallen, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit für eine Reaktion des Kurses an diesen Widerstands- bzw. Unterstützungslinien. Bewegt sich der Kurs oberhalb des wichtigsten Pivot Points, dürfte das Marktsentiment wahrscheinlich positiv sein. Falls der Kurs darunter liegen sollte, wird es höchstwahrscheinlich positiv ausfallen.

Allen Unterstützungs- und Widerstandsniveaus ist eigen, dass deren Stärke von der Anzahl abhängt. Eine große Zahl von Pivot Points auf einer bestimmten Ebene weist auf eine größere Wahrscheinlichkeit hin, dass eine Reaktion des Kurses an dieser Linie stattfinden wird. Liegen Wochen- und Tages-Pivot-Points im Kurschart auf der gleichen Höhe liegen, ist das ein Hinweis für ein noch stärkeres Unterstützungs- bzw. Widerstandsniveau.

Pivot Points mit Binären Optionen traden

Pivot Points lassen sich sehr gut beim Handel mit Binären Optionen einsetzen, weil sie deutlich definierte Binäre Optionen Signale liefern. Das Handelsangebot an Vermögenswerten ist mittlerweile bei Binäre Optionen Brokern groß genug, sodass Händler keine Probleme haben werden, eine Pivot Trading Strategie mit digitalen Optionen umzusetzen. Es gibt mehrere unterschiedliche Arten von Pivot Points. Berechnet werden sie auf der Grundlage eines Haupt-Pivot-Punkts oder Tages-Pivots. Wie sich aus dem englischen Wort Pivot ableiten lässt, dreht sich um diesen Punkt der Markt.

Nachdem der Haupt-Pivot-Point ermittelt worden ist, werden darauf aufbauend weitere Pivot Points berechnet. Die Pivot Points oberhalb des Tages-Pivots bezeichnet man als Widerstands-Pivots bzw. Resistance, dargestellt werden sie mit R1, R2 usw.. Befinden sich Pivot Points unterhalb des Tages-Pivots, werden diese als Unterstützungs-Pivots bzw. Support bezeichnet, dargestellt als S1, S2 usw..

Berechnung Pivot Points

Bei der Berechnung der Pivot Points hält man sich häufig an ein 5-Punkte-System, bestehend aus mittlerer Pivot Point, (PP), zwei Widerstands-Niveaus (R1) und (R2) sowie zwei Unterstützungs-Niveaus (S1) und (S2). Außerdem werden teilweise zusätzliche Pivet R3 und S3 einbezogen. Schließlich gibt es noch sogenannte Mid-Pivot-Points, mit denen weitere Pivot Points zwischen den Pivot Points bezeichnet werden. Der Mid-Pivot M1 liegt zwischen S1 und S2, M2 ist der Mid-Pivot, der sich zwischen S1 und dem Haupt-Pivot befindet.

Bei der Ermittlung der Pivet Points spielt der genaue Kursverlauf des Vortages mit den jeweiligen Zwischenhochs, Zwischentiefs oder Trendlinien keine Rolle. Denn der Pivot-Trader orientiert sich im Allgemeinen immer nur am Höchstkurs (H), dem Tiefstkurs (L) und dem Schlusskurs (C) des Handelstages. Der Pivot Point (PP) für den aktuellen Handelstag entsteht durch eine einfache Durchschnittsbildung:

Pivot Point PP = ( H + L + C) / 3.

Ausgehend von diesem durchschnittlichen Pivot Point können nun zwei weitere Widerstands- bzw. Unterstützungsniveaus berechnet werden. Der Pivot Point PP stellt einen markanten Kurs für den aktuellen Handelstag dar. So wird er als Durchschnittskurs des Vortages gesehen. Dabei kann er zu einem Wendepunkt für den aktuellen Handelstag werden. Neben dem Pivot Point PP gibt es mit R1, R2, usw. bzw. S1, S2, wichtige Unterstützungs- und Widerstandslinien, die gleichfalls aus den relevanten Vortageskursen errechnet werden.

Natürlich muss kein Trader die Berechnung der Pivot Points manuell vornehmen, denn mittlerweile gibt es für die Rechenarbeit unzählige Online-Tools. Jeder Händler kann mithilfe eines guten Pivot Point Calculators Pivot Points für alle wichtigen Basiswerte direkt online berechnen. Die meisten Binäre Optionen Broker warten nicht mit einer optimalen Chart-Software auf, sodass die Pivot-Niveaus dann auch nicht im Chart eingezeichnet werden. Trader mit Binären Optionen sollten beim professionellen Handel zusätzlich kostenlose Charts führender Forex Broker nutzen.

Pivot Points als Binäre Optionen Strategie

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Der Broker OptionFair bietet professionelle Charts mit Zeichenmöglichkeiten – ideal für den Handel mit Pivot Punkten

Das Konzept der Pivot Points ist gut als Binäre Optionen Strategie anwendbar. Sie hat zugleich den Vorteil, dass das Trading mit binären Optionen auf der Grundlage einer strukturierten Herangehensweise erfolgt. Binäre Optionen zeichnen sich allgemein aus, dass sich mit kalkulierbarem Risiko erhebliche Renditen erzielen lassen. Trader erhalten durch Pivot Points klar definierte Einstiegsmöglichkeiten im Markt, wobei die Erfolgswahrscheinlichkeit gut ist. Binäre Optionen und Pivot Points bilden ideale Kombinationen für strategisch orientierte Trader. Das Pivot Konzept erlaubt es aufgrund seiner Einfachheit Einsteigern, das eigene Trading auf der Basis einer Strategie durchzuführen und so die Erfolgswahrscheinlichkeit auf lange Sicht zu erhöhen.

 

Christian

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