Welche Handelsarten gibt es bei binären Optionen?

Seit 2008 Jahren können private Anleger mit binären Optionen bzw. digitalen Optionen handeln. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Broker, die den Handel mit dieser besonderen Art von Optionen ermöglichen. Während anfangs nur das Trading mit den einfachen Optionen (Call- / Put-Optionen), möglich war, können Trader mittlerweile weitere Handelsarten nutzen. Sie können neben den Handelskonditionen, dem Handelsangebot, den Leistungen und dem Kundensupport ein wesentliches Entscheidungskriterium für die Wahl eines Binäre Optionen Brokers sein. Denn hinsichtlich der Anzahl der angebotenen Handelsarten gibt es einige Unterschiede zwischen den Anbietern.

Eine Handelsart, die einfachen binären Optionen, haben alle Broker im Angebot. Vor dem Setzen des Trades entscheidet sich ein Anleger für einen Wert, den er traden möchte. Er kann sich dazu unterschiedlicher Basiswerte wie Devisen, Aktien, Indizes oder Rohstoffe bedienen.

Auf den gewählten Wert schließt er eine Call-Option oder eine Put-Option ab. Bei Call setzt der Anleger auf einen steigenden Kurs, bei Put auf einen fallenden Kurs. Steigt bzw. fällt der Wert tatsächlich, wie vorhergesagt, erhält der Anleger einen Profit ausgezahlt, so wie es die jeweiligen Handelsbedingungen beim Broker vorsehen. Bei einer Auszahlung von 90 Prozent macht der Trader bei einem Einsatz von 100 Euro einen Gewinn von 90 Euro. Die Laufzeiten Binärer Optionen sind kurz, betragen 5 Minuten bis maximal eine Woche. Noch kürzer fallen sie beim 30-Sekunden- oder 60-Sekunden-Handel aus. In kurzer Zeit lassen sich mit diesen hochspekulativen Finanzinstrumenten hohe Gewinne erwirtschaften. Dem gegenüber steht das Risiko des Totalverlustes.

Drei Handelsarten beim Binäroptionshandel

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Die drei klassischen Handelsarten beim Broker Option888

Für Binäre Optionen werden unterschiedliche Handelsarten angeboten, die weitere Varianten beinhalten können. Das sind wie bereits erwähnt Call/Put-Optionen sowie zwei weitere grundsätzliche Handelsarten wie Touch Optionen (No Touch Optionen) und Range Optionen.

Diese Handelsarten erweitern Broker scheinbar mit einer vierten oder fünften Handelsart, die jedoch nur Variationen einer der drei wesentlichen Handelsarten darstellen. Als „vierte Handelsart“ finden sich beispielsweise die 60-Sekunden-Optionen, die eine Variante der Call/Put-Optionen sind. Weitere Handelsmodi bzw. Zusatzfeatures wie Rollover, Option Builder, Early Closure, Double Up oder Ladder stellen keine eigenständigen Handelsarten dar, sondern sind Ergänzungen des Handels.

Call- und Put-Optionen

Call- und Put-Optionen sind die klassische Handelsart des Call- und Put-Handels. Bekannt sind sie auch als „Cash or Nothing“ oder „High/Low“. Ein Trader, der auf einen steigenden Kurs spekuliert, kauft eine Call-Option. Eine Put-Option verwendet er, um auf fallende Kurse zu setzen. Im Geld landet ein Trade, wenn der Kurs am Ende der Ablaufzeit oberhalb (Call-Option) oder unterhalb (Put-Option) des Einstiegskurses liegt. Hier zeigt sich die Einfachheit des Handels mit Binären Optionen, die für den Händler immer eine bloße Richtungsentscheidung bezogen auf die Kursentwicklung bedeutet.

Die möglichen Renditen sind vom Broker vorgegeben. Das ist in der Regel ein Prozentsatz zwischen 70 und 91 Prozent. Die Laufzeiten von Call/Put-Optionen bewegen sich zwischen 30 Sekunden und 60 Minuten. Gewählt werden können auch Ablaufzeiten von Stunden, Tagen oder Monaten, teilweise bieten Broker bieten als Laufzeit ein Jahr an. Häufig wird der 30, 60 oder 120 Sekunden Handel von Brokern als gesonderte Handelsart ausgewiesen, dabei handelt es sich um Call/Put-Optionen. Viele Händler bevorzugen beim Traden Binärer Optionen Laufzeiten zwischen 15 Minuten bis maximal 120 Minuten, weil sie dieses Zeitfenster als geeignet sehen, eine kommende Kursrichtung vorherzusagen.

Touch Optionen – High-Yield-Optionen

Unter dem Begriff Touch Optionen werden mehrere Varianten zusammengefasst, die sich unterschiedlich im Angebot der Broker wiederfinden. Bei One Touch Optionen erhält man einen Gewinn, wenn der Kurs des Basiswertes eine bei Vertragsbeginn festgelegte Preisgrenze (über oder unter dem Einstiegskurs) berührt. Ein einmaliges Berühren reicht für den Erfolg völlig aus. So kann der Kurs die Richtung grundsätzlich und gegensätzlich ändern oder diese Preisgrenze durchschlagen.

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400% Rendite im High-Yield-Bereich der One-Touch-Optionen beim Broker BDSwiss

One Touch Optionen bieten Broker oft an, auch weil sie der Standard unter den Touch Optionen sind. Im Gegensatz zu One Touch Optionen muss die Berührung der Preisgrenze bei Double-Touch-Optionen zweimal stattfinden. Bei No Touch Optionen wiederum muss sich der Kurs innerhalb der Preisgrenze bewegen. Die entsprechende Preisgrenze darf dabei nicht berührt werden. Eine weitere Variante der Touch Optionen ist die Range Option, wo der Ablaufkurs des Basiswertes in einer definierten Range liegen muss. Trader können bei Touch Optionen im Erfolgsfall von hohen Renditen, sogenannten High Yields profitieren. Genaue Vorhersagen sind jedoch extrem schwierig. Die Renditechancen sind ein deutlicher Hinweis auf das Verlustrisiko.

Range (Boundary) Optionen

Range Option bzw. Boundary Option sind für diese Handelsart beides übliche Begriffe. Bekannt ist sie unter dem Namen Grenzhandel, was diese Handelsmöglichkeit genau definiert. Range lässt sich mit Kursspanne übersetzen. Trader müssen beim Range Handel für einen Kurs eines bestimmten Basiswerts festlegen, ober der nach dem Ende der Ablaufzeit innerhalb (inside) oder außerhalb (outside) einer Kursspanne liegt. Die Range (Kursspanne) wird bei diesen Optionen mit jeweils einer oberen und einer unteren Grenze vorgegeben.

Range Optionen werden als einfache Optionen und im High Yield Handel angeboten. Die Renditen reichen entsprechend von 70 bis weit über 100 Prozent. Der Kurs kann die Range zwischenzeitlich durchaus verlassen. Entscheidend ist der Kurs zum Ablaufzeitpunkt.

Ranges kommen beim Trading mit binären Optionen verhältnismäßig häufig vor. Zumindest Zeiten ruhiger Märkte ist das der Fall. Bei Boundary Optionen muss der Trader keine Trendrichtung festlegen, denn es wird lediglich ein bestimmte Range bzw. Boundary (Grenze) festgelegt. Im Allgemeinen gilt, je enger eine Range vorgegeben wird, desto risikovoller ist eine Range Option.

Zusätzliche Handels-Modi für flexiblere Gewinnausschüttungen

Trader können mit dem Einsatz von Zusatzoptionen bzw. bestimmter Handels-Modi ihre Gewinnausschüttungen flexibler gestalten. Beim Early Closure endet eine Option vor dem eigentlichen vereinbarten Zeitablauf. Der Trader verzichtet bei Nutzung auf einen Teil seines Gewinns. Sein Vorteil ist, dass er sich den entstandenen Gewinn sichert. Erhält er vom Broker im Normalfall 85 Prozent zum Ende der Laufzeit kann er beispielsweise vor bei vorzeitigem Optionsende noch 50 Prozent betragen. Diese 50 Prozent Rendite hat der Trader jedoch sicher.

Beim Rollover verlängert der Trader die Laufzeit der Option, um ihr eine zusätzliche Gewinnchance zu geben, weil sie zum bis dato geltenden Ablaufzeitpunkt wahrscheinlich verliert. Bei Double Up oder Ladder erhöht der Trader eine im Gewinn befindliche Position. Der Gewinn kann sich natürlich vergrößern, wobei diesem ein erhöhter Einsatz gegenübersteht. Trader, die selbst eigene Binäre Optionen kreieren möchten, können das mithilfe eines Option Builders erledigen. Er kann beispielsweise eine Binäre Option mit erhöhter Gewinnchance ausstatten und dafür einen geringeren Gewinn in Kauf nehmen.

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